Chronische metabolische Azidose

Buntes Gemüse. Link zur Ernährung

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Wer kennt das nicht: So oft nimmt man sich vor, auf Süßigkeiten und Fastfood zu verzichten. Aber schon nach einer Woche greift man aus Stress doch eher zur Schokolade als zur Karotte. Und abends sitzt man lieber gemütlich mit dem Fastfood-Menü auf der Couch anstatt noch frisch zu kochen. Leider haben solche Gerichte nur wenig gesunde Nährstoffe. Aber wer denkt schon darüber nach, was in so einem Burger alles drinnen ist. Oder was er mit dem eigenen Körper macht.

Doch das sollte man, denn Fastfood und Süßigkeiten bestehen aus viel Zucker, Fett oder tierischem Eiweiß. Bei der Verdauung dieser Lebensmittel entstehen Säuren im Körper, die über einen längeren Zeitraum eine Übersäuerung beschleunigen können. Das kann langfristig großen Schaden anrichten.

Dabei gibt es schon kleine Dinge, auf die man achten kann, um einer Übersäuerung entgegenzuwirken. Das Stichwort ist eine basenreiche Ernährung. Dazu gehören vor allem täglichen Obst und Gemüse auf den Speiseplan. Besonders Ananas, Äpfel, Spinat und Kartoffeln sind richtig gute „Säurekiller“. Als einfache Daumenregel gilt es, möglichst viermal so viele basen- wie säurebildende Lebensmittel zu essen. Das geht ganz leicht, indem man statt zu tierischen Produkten eher zu pflanzlichen greift. Natürlich kann man sich auch mal einen Schokoriegel oder ein Fastfood-Menü gönnen. Dann sollte man nur darauf achten, die entstandene Säurebelastung durch genügend basische Lebensmittel auszugleichen. So geht der Säuren-Basen-Haushalt nicht komplett durch die Decke.

Wie man das am besten macht, zeigt schon mal diese Übersicht an Lebensmitteln, bei deren Verdauung Säuren oder Basen entstehen.

 

Stark basebildende Lebensmittel
  • Gemüsesäfte, Obstsäfte
  • Obst, Trockenobst wie getrocknete Feigen
  • Fruchtgemüse wie Auberginen, Kürbis, Zucchini
  • Knollengemüse wie Kartoffeln, Kohlrabi
  • Wurzelgemüse wie Sellerie, rote Bete, Möhren, Meerrettich
  • Gurken, Rhabarber, Lauch, Pfifferlinge, Steinpilze
  • Blattsalate wie Spinat, alle Kohlarten außer Rosenkohl
  • Algen wie "Chlorella" und das Bakterium "Spirulina"
  • Molke
Schwach basen- bzw. säurebildende Lebensmittel
  • Quark mit niedrigem Eiweißgehalt
  • Haselnüsse
  • Trockener Wein
  • Vollmilch, Buttermilch, Sauerrahm
  • Mehlprodukte wie Sojamehl, Weizen- oder Dinkelmehl
  • Vollkornprodukte wie Vollkornbrot
Stark säurebildende Lebensmittel
  • Erdnüsse, Paranüsse
  • Hartkäse
  • Fisch, Fleisch- und Wurstwaren
  • Eier (Eiweiß ist Säure-überschüssig, Dotter allein = basisch)
  • Vollmilchschokolade/weiße Schokolade und Kakao
  • Weißmehl und Weißmehlprodukte
  • Hochprozentiger Alkohol

Wer es genauer wissen will oder wem bereits vom Arzt empfohlen wurde, auf basenreiche Lebensmittel zu achten, kann mit Hilfe eines Ampelsystems die Säurebelastung einer kompletten Mahlzeit einfach und schnell abschätzen. So lassen sich leckere Alternativen finden, die Säuren und Basen im Einklang halten.